Wer auf die als elementar bezeichneten Fragen im Leben keine Antwort weiß.
Wer sich nicht im Stande sieht zu sagen: “Ja, da möchte ich einmal stehen!”
“Ich werde Feuerwehrmann_frau!” Wer nicht weiß wer er_sie sein will,
sollte doch zumindest wissen wer er_sie nicht sein will!

Und so soll diese kurze Einführung ganz im Sinne des Titels mit all dem beginnen, was dieser Blog nicht sein will. Hier wird es also keine ausführlichen, wissenschaftlichen Analysen Gesellschaftlicher Zusammenhänge geben. Hier werden keine religiösen, pseudoreligiösen, esotherischen oder ideologischen Wahrheiten publiziert. Hier wird kein Tagebuch über irgendein bekacktes Leben geführt. Hier werden keine Fotos von süßen Tieren gepostet. Auch nicht von sterbenden. Hier wird nicht über aktuelle Ereignisse berichtet und/oder diskutiert. Und schließlich ist das hier kein Aufruf irgendwen oder irgendetwas zu verändern.

Dies ist schlicht der Versuch einer Selbstdefinition im Ausschlussverfahren. Nach und nach soll hier der Blick auf einzelne Formen der Lebensgestaltung gerichtet werden, welche dem_der Autor_in – mal mehr und mal weniger – zuwider sind. Objektivität ist dabei, das dürfte sich von selbst erklären, vollkommen fehl am Platz. Polemisch, zynisch und zuweilen mit einer großen Portion Verachtung für alles und jeden wird die schonungslose Beleuchtung sorgfältig ausgewählter Charakterzüge schon bald eine vage Silhouette – ein Selbstbild und wenn nicht so zumindest doch die verbleibenden Möglichkeiten des Ich-Seins zu Tage fördern.

Ich will nicht werden...

#2 Der alternative Frauenheld …

Bestätigung suchend. Das Exotische bewundernd die eigene Normalität verachten. Nicht vorhandene Exotizität durch Alternativität und erkaufte Individualität aneignen. Exklusivität herstellen wollen. Esotherik, Bio-Müsli, Räucherstäbchen, Traumdeutung, Übernatürliches. Verständnis und Einfühlungsvermögen. Positive Stimmung verbreiten. Alles was nicht der Norm entspricht mögen, in der Hoffnung der Schein des Andersseins färbe auf einen selbst ab. Neues ausprobieren als Zwang. Dem transzendenten Fluss von allem mit allem huldigend im Kreis laufen. Zu erobernden Frauen den eigens für sie eingerichteten Mikrokosmos erklären. Heimlich trotzdem Fleisch essen.

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#1 Der hippiesk Attribuierende …

24. November 2011 willnichtwerden Keine Kommentare

Im offensichtlichsten Arschloch noch den netten, missverstandenen Kern suchend. Das Positive herbei sehnend, die Welt mit anderen Augen sehen. Sie im Sinne der Zwischenmenschlichkeit auch mal beide zu drücken. Alles zum Guten wendend, sich nötigenfalls selbst überwinden. Sich selbst verleugnen, müssen. Angst vor klaren Ansagen. Niemals welche machen. Jede noch so bornierte Sicht der Dinge, zur Wahrung der Atmosphäre und des Friedens relativieren. Harmoniebedürfnis. Nachgeben, zugeben, aufgeben. Nicht Kompromissbereitschaft, Kompromisszwang. Kompromuss. Substituierte Ichwerdung durch grenzenlose Selbstaufgabe.

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